Mittwoch, 6. Oktober 2010

Nur nicht den Kopf verlieren...

...an der Horex Regina 250 war heute die Devise.  Also ab in die Garage und das Teil mal angeschraubt. Kopfdichtung aufgelegt und das Ganze mit "Kopf" über Kreuz verschraubt.

Den Dichtring für das Kapselrohr habe ich auch nicht vergessen.













Das Kapselrohr habe ich dann unten mit Dichtungsmittel bestrichen und schön saftig nach oben gedreht. Zur absoluten Sicherheit vor Oelsabbelei noch einen Ring des Dichtungsmittels unter die Kontermutter gelegt und fertig.

Zwischenzeitlich hatte ich ja auch noch die Nockenwelle wieder eingebaut und somit konnten die Stösselstangen auch wieder an den richtigen Platz. 

Aus einem meiner ersten Motoren-OP (Regina 0) ist es bei mir "eingebrannt". In der Steuerkettenvariante ist der Auslassnocken (mit A hier gekennzeichnet) außenliegend, somit bei der Stirnradvariante genau umgekehrt, wissen wir doch alle, dass die gleiche Nockenschleifmaschine verwendet wurde, nur wurde das "Werkstück" gedreht.
 
...und hier noch ein Bild von den hochfesten Aluventiltellern von Mike.

Zuvor hatte ich noch etwas "Maßarbeit" zu leisten. Ich wollte ja "streng nach der Lehre von Renato" die NW und die Schlepphebel richtig ausdistanzieren. Aus einem Forumsbeitrag ist mir bekannt, dass Renato seine NW zwar mit den beiden Tellern und der Feder führt, jedoch auch genau ausdistanziert, das gilt natürlich auch für die Schlepphebel.

Schlepphebel brauchen 8er Passscheiben und die NW braucht 13er Scheiben. Die hatte ich mir durch einen Tip von unserem Langhaarträger,....äh Mützenträger Stefan sehr günstig in allen Variationen besorgt.
...jeweils auf die Schlepphebelachse und danach auf die NW grosszügig Scheiben aufgelegt und dann mit der Fühlerlehre das Distanzmaß ermittelt. 

Da ich leider meine Schraubensicherung mittelfest an einer anderen "Baustelle" ausgeliehen hatte, komme ich erst später zum Einbau, da die Zahnradoelpumpe noch in den Deckel verschraubt werden muss. Also in Kürze geht es weiter.



Sonntag, 3. Oktober 2010

Primärseite und Zündung Horex Regina 250

Vorab noch ein kleiner, aber wichtiger Nachtrag. Von Max bekam ich eine hinter die virtuellen Löffel und natürlich zu Recht. Auf diesem Bild im letzten Posting...


....fiel ihm sofort auf, dass ich das Kurbelgehäuse nicht abgedeckt hatte und der Sicherungsring ja nicht immer gerade das macht, was man will...und er natürlich, wenn er schon von der Zange hüpft, sich am liebsten in dem KW-Keller versteckt. Und das mit eingebautem Motor, die Horex Kopfstellen....ups. Muss jedoch zu meiner "Ehrenlaienszufallchrauberehre" anfügen, dass ich dies nur für das Bild so hin"trapierte", bei der Montage hatte ich dann das Kolbenbrettchen drunter und auch noch die Hand.


So, jetzt mal kurze Dokumentation was in dieser Woche lief:


Auf der Primärseite hatte ich ja neue Kupplungsbeläge verbaut, die Kupplung trennt super und somit konnte die Primärseite eigentlich geschlossen werden. Der Simmerring musste noch eingebaut werden, also den Primärdeckel angewärmt und dann ging das ohne Probleme.


Zuerst war natürlich ein Trockenzusammenbau angesagt. Kickstarter montiert und das Ganze mal versucht. Einwandfrei. Jetzt noch für die Achse vom Kettenschuh eine fette Unterlagscheibe aufgelegt, den Spalt gemessen und es reichte einen 1,5mm Scheibe, dann ist auch dieses Teil ausdistanziert. Dann Dichtmittel drauf und ab zusammen damit.
Zum Schluss hier noch die schöne Kickstartermutter von Jochen.




Samstag, 25. September 2010

Puzzle Horex 250

Es wurde mal wieder Zeit, die Tage werden kürzer und somit geht es wieder in die Garage. Ich habe mich mal an den weiteren Zusammenbau der 250er gemacht. Also das Rolling-Chasis auf die Hebebühne, schön mit Zuggurten gesichert (darauf kommen wir noch später :-)) und dann den 250er Motor aus dem Keller in die Garage geschleppt. Den Motor hatte ich ja zum Leidwesen meiner besseren Hälfte im Keller mit Petroleum mehrfach geschwenkt und gespühlt. Ganz neue Gerüche in unserem Haus....schon beim Einfüllen "roch" ich den Ärger. Ist wieder verflogen, beides...Gerüche und Ärger...was blieg: "Keine Petroleum mehr im Haus verwenden"

Also gleich vorab, 4 Hände wären wertvoll gewesen. Ich habe mit Holzunterlagen den Motorblock relativ günstig positionieren können. Dann mal die beiden vorderen Schrauben rein und...... ups, wieso hatte ich auf einmal soviel Platz bei den hinteren Motorhalterungen. Zur oberen fehlten mir bestimmt 6-8mm. Das hatte doch wunderbar beim Ausbau gepasst. Na dann mal mit den beiden unteren Haltern den Motor angeschraubt und da kam auf einmal die Erleuchtung. Volker hatte es mir mal vor "Jahren" gesagt, ich hatte es aber komplett vergessen. Durch die beiden Spanngurte hatte ich die Regina etwas in die Knie gezwungen und dadurch auch den Rahmen "verspannt". Nachdem ich die beiden Gurte löste, schob sich der Motor fast von alleine auf Position.
..und was habe ich noch gelernt. An die unteren Motorenhalter gehören keine Inbus-Schrauben. Wieso? Das letzte "Quäntchen" im Anzug machen Probleme, wenigsten mit meinem Inbusschlüssel, der hatte sich dauernd mit dem Gehäuse angelegt und war dann "borstig" im Herausnehmen.
Dann bekam die Regina noch gleich eine neues Getriebeabgangsritzel und eine neue Kette. Die Kette musste ich kürzen.


Dann gab es noch einen neuen Satz Kupplungsbeläge. Die Stahlscheiben hatte ich auf einem Spiegel und 1200er Papier von den Resten der alten Verklebungen befreit.
Und dann war es mal wieder die Tiefkühltruhe. Da lag er nun....der kleine "Picocolino",der 16er KoBo. Hierzu jedoch noch eine kleine Anmerkung. Den neuen Kolben, eigentlich ein NOS, ein new-old-stock original-KS-Kolben hatte ich mir ja von unserem netten Herrn Schneider besorgt. Das Teilchen hatte also schon lange im Regal, zwar eingeschlagen in Oelpapier, auf den heutigen Tag gewartet. Und was macht man so den lieben, langen Tag im Regal, ganz ohne Bewegung?

Er hatte etwas angesetzt und zwar in der Bolzenführung. Der Kolbenbolzen wollte bei meinem ersten Versuch am Küchentisch einfach nicht saugend-schmatzend durch den Kolben durch. Also nochmals zum Zylinderschleifer, der beruhigte mich, nahm ein Schmiergelleinen und wups waren die Führungen schön frei.

Dann auf einer Seite den Sicherungsring rein.

das obere Pleuelauge und den Kolben etwas angewärmt.
und schwups war der Kolben eingebaut. Noch den 2 Sicherungsring rein und fertig.

Dann kam noch die "Hochzeit" oder sagen wir mal die "Hochzeitsnacht" mit dem Zylinder. Schön alles wieder eingeölt, das versteht sich ja von selbst.


...und wie man sieht auch schon das neue Kapselrohr (ist das kürzere für die 250er Motoren) eingeschraubt, ganz nach unten, denn hier kommt später noch schön Dichtungsmittel drauf.
...als nächstes steht die Vervollständigung der Schaltung an. Hier schon zu sehen, ich habe den wichtigen Sicherungsring nicht vergessen. Bei der Kupplung musste ich noch über eine paar "mm-Hürden" springen resp. die Kupplungsdruckstange, Kugel und Druckbolzen in die richtige Position bringen.


....mal sehen was die nächsten Wochen jetzt bringen.
Gestern noch schnell beim TüV die Regina 0 vorgefahren und ohne Beanstandungen gab´s ein neues Pickerl.